Check-Konzept
Strecke, Dossier, Rechenlogik
FinMatch Check – Konzept
Ausgangslage
Die erste Version war ein Fragebogen (11 Fragen, Level/Swipe, KI-Reaktionen, DISC-Profil). Rückmeldung: dauert zu lange, fühlt sich wie Formular-Ausfüllen an, bringt dem Kunden nichts. HonestCom wünscht sich: vor dem Termin das Wesentliche beisammen, Kunde fühlt sich abgeholt, im Termin nicht bei null anfangen.
Leitidee
Ergebnis zuerst, Vorbereitung danach. Der Kunde bekommt für wenige Eingaben sofort etwas zurück. Die Tiefe (Unterlagen, Details) kommt nach der Terminbuchung, wenn die Motivation da ist.
Die Strecke
- Start: Nutzenversprechen, Berater, kurze Einwilligung.
- Vorhaben und Zeitrahmen: ein Tipp pro Frage.
- Zahlen: Netto-Haushaltseinkommen, Eigenkapital, laufende Verpflichtungen, Wunschpreis (bzw. Restschuld). Live-Anzeige des groben Rahmens.
- Ergebnis: Rahmen, Rate, „Was wäre wenn“ (+20.000 € Eigenkapital, +1 Punkt Zins). Dann Name, E-Mail, Terminwunsch.
- Vorbereitung: persönliche Unterlagen-Checkliste (nach Vorhaben und Beschäftigung), Notizfeld, Termin-Bereitschaft in %. Erreichbar über den Link in der Bestätigungs-Mail.
Das Berater-Dossier
Im Lead-Detail: Einstufung (Termin-bereit, Unterlagen offen, Rahmen knapp, Wunsch über Rahmen), Einstiegssatz, Kennzahlen, „Worauf du im Gespräch achtest“, Unterlagen-Stand, Kundenwunsch im Originalton. Dasselbe als Mail an den Berater direkt nach der Buchung. Listen, Übersicht und Statistik zeigen Einstufung, Termin und Unterlagen statt Scores.
Rechenlogik (Richtwerte, keine Zusage)
- Max. Rate = Netto × Belastungsgrenze − Verpflichtungen
- Darlehen = Rate × 12 / (Zins + Tilgung)
- Kauf-Rahmen = (Darlehen + Eigenkapital) / (1 + Nebenkosten)
- Anschluss/Umschuldung: nur Darlehen gegen Restschuld
- Einstufung: Wunsch ≤ 95 % des Rahmens = passt, ≤ 105 % = knapp, darüber = über Rahmen
Defaults: 3,6 % Zins, 2 % Tilgung, 10 % Nebenkosten, 35 % Belastung. Pro Berater einstellbar (Einstellungen → Rechen-Annahmen, oder im Dossier). Mit HonestCom abstimmen.
Entscheidungen
- Keine KI-Dienste mehr: Rahmen, Einstufung und Einstiegssatz sind erklärbare Regeln. Das spart Kosten und Latenz und vermeidet Datenschutz-Risiken. KI bleibt eine Option für einen späteren „Erzähl kurz deine Situation“-Modus.
- Keine psychologischen Profile (DISC, Verhaltens-Scores) mehr. Ob sie dem Berater im Termin etwas bringen, war nie belegt.
- Rahmen und Einstufung werden serverseitig berechnet, nicht im Browser.
- Kunden-Zugriff nach der Buchung nur über einen zufälligen Token-Link.
- Die Dauer je Schritt wird mitgeschrieben (
sessionMetrics.stepSeconds, verschlüsselt), Ziel: unter 3 Minuten bis zur Buchung. Die Statistik zeigt den Schnitt.
Offene Punkte
- Termine: aktuell Demo-Slots (3 Werktage, kein Kalender-Abgleich). Echte Verfügbarkeit/Buchung (z. B. Calendly, Code in
lib/booking) fehlt. - Berater-Foto auf der Startseite, Mail-Texte freigeben lassen.
- Rechen-Annahmen und Einstufungsschwellen mit HonestCom prüfen.
- Datenschutzerklärung ausfüllen, Verträge mit Auftragsverarbeitern (Resend) prüfen, Löschfristen bestätigen.
- Altdaten: Die Tabellen der alten Strecke (
Session,Response,Question,QuestionnaireStep,AdvisorInsight,AdvisorVideo,AnonymizedStats) werden durch die Migrationdrop_legacy_questionnaire_tablesentfernt (unwiderruflich, vorher Backup). Leads im alten Format bleiben erhalten und werden weiter angezeigt. Ungenutzte Altspalten inAdvisorConfig(Fragebogen/KI/Branding/Scoring) bleiben vorerst bestehen. - Dossier-Zustellung ins CRM, Erinnerungs-Mails vor dem Termin (24 h), Captcha statt nur Honeypot.